Nikolaus Wolf

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Nikolaus Wolf

Nikolaus Wolf (* 1756 in Rippertschwand, Schweiz; 1832 ) war Vater von neun Kindern und Heiler. Seine Seligsprechung ist im Gange.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Nikolaus Wolf wird in eine wohlhabende bäuerliche Familie hineingeboren. Er hatte vier Brüder und sieben Schwestern. Eine kirchlich religiöse Erziehung hatte er in Rippertschwand bei Neuenkirch im Kanton Luzern. 1788 übernimmt er den väterlichen Hof. Er war ein angesehener und erfolgreicher Bauer. Er heiratet und führt mit seiner Gattin ein vorbildliches Familienleben. Als interessierter Zeitgenosse verfolgt Wolf die französiche Revolution. Den modernen Entwicklungen ist er nicht grundsätzlich verschlossen. Wolf ist ein überzeugter Demokrat. Er unterstützt die Bildungsoffensive der Zisterzienser von St. Urban und macht sich die Erkenntnisse der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt im bernischen München-Buchsee zunutze. Dennoch bleibt Wolf ein konservativer. In den Wirren der Helvetic, steigt er in die Politik ein, vor allem um die Kirche gegen die Verächter zu verteidigen und ihr moralische Autorität in den nachrevolutionären Staatsgebieten geltend zu machen. Doch so groß seine Popularität im Volk ist, so klein bleibt sein politischer Einfluss.

Ruf zum Heilen

1804 plagen Wolf während einer Ratssitzung heftige Beinschmerzen. In seiner Not ruft er den Namen Jesu an. Er berichtet: "Ich fasste ein Herz, ein allgewaltiges Vertrauen zum Namen Jesu und rief ihn wider mein Übel an und dieses wich augenblicklich mit all seinen Begleiterscheinungen. Das fuhr es wie Feuer durch meine Seele und konnte nicht genug danken, lobpreisen und bewundern. Mein Herz war voll und bewegt, bis nach Hause und noch Tage und Wochen lang von diesen Zeichen." Nun kehrt Wolf der Politik den Rücken. Er will seine Heilungserfahrungen auch anderen Menschen zuteil werden lassen. So empfängt er Kranke und beginnt im Luzerner Land heruzuziehen. Wolf betet mit den hilfsbedürftigen Menschen. Wer geheilt werden will, darf es aber nicht eilig haben. Ganze Litaneien werden gebetet. Wolf ermahnt zu christlicher Lebensführung und betont, dass der Mensch auf Gottes Gnade angewiesen ist. Dann spricht er das zentrale Gebet um Heilung im Namen Jesu. Dank der Linderung mancher Leiden gilt Vater Wolf, wie man ihn nennt, als Krankenheiler. Um ihn herum entsehen mystisch orientierte Gebetsgruppen, die für die Kranken und für die Kirche beten. Letzterer ist das Treiben anfänglich etwas zu bunt. 1815 verbietet der zuständige Generalvikar, dass der Zauberei und dem Aberglauben verwandte Handeln und ordnet eine kirchliche Untersuchung an. Briefe und Bittschriften, bewirken bei den kirchlichen Behörden ein Umdenken. 1816 wird Wolf rehabilitiert und darf von nun an mit kirchlicher Vollmacht, Belehrung und Gebet zum Namen Jesu durchführen. Sechs kirchliche Würdenträger suchen nun Wolf´s Hilfe auf. So gelang Kaplan Egli von Roswil mit einem Nervenleiden an ihn. Dieser Kaplan war zuerst einer der heftigsten Kritiker an Nikolaus Wolf´s Berufung und wurde erst durch die eigene Heilung zum Förderer von ihm. Auf einer Heilereise zum Kloster St. Urban 1832 ging er heim. Sein Grab in Neuenkirchen wird rasch zu Pilgerstätte.

Seligsprechungsprozess

Seit 2006 weiß man von einer Heilung durch die Fürbitte Nikolaus Wolf, was als Wunder vom Vatikan noch zu bestätigen ist. Am 14. Dezember 2015 stellte Papst Franziskus den heroischer Tugendgrad von Nikolaus Wolf fest.[1]

Literatur

Anmerkungen

  1. OR 25. Dezember 2015, S. 4; Neue Selige: Ein Schweizer sowie Ex-KZ-Häftling darunter Radio Vatikan am 15. Dezember 2015
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