Petersdom

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Koordinaten: 41°54′8″ N 12°27′12″ E

Der Petersdom vom Tiber her gesehen

Der Petersdom (auch Peterskirche, Basilika St. Peter, San Pietro in Vaticano [ital.] oder Sancti Petri in Vaticano [lat.]) ist die Grabeskirche des Apostels Petrus und gehört zu den vier Patriarchalkirchen. Die Peterskirche hat auch den lateinischen Namen "Urbis et orbis ecclesiarum speculum et decus" (Abbild und Zierde der Kirchen der Stadt Rom und des Erdkreises).[1]

Die Kathedralkirche des Papstes ist der Lateran, nicht der Petersdom. Die Basilika St. Peter stellt das zentrale Heiligtum und die zentrale Pilgerstätte der römisch-katholischen Kirche dar. Im engen Zusammenhang mit dem Petersdom steht auch der Petersplatz.

Inhaltsverzeichnis

Leitung von St. Peter

St. Peter ist der Hauptwohnsitzes des jeweiligen Papstes. Gegenwärtiger Erzpriester der Patriarchalbasilika ist Kardinal Francesco Marchisano.

Geschichte

Die alte Peterskirche wurde 326 von Papst Silvester I. eingeweiht. Die Entstehung der ursprünglichen Kirche, die, wie Reliquienfunde aus der Zeit der Christenverfolgung in den 1940er Jahren nahelegten, mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Platz steht, wo Petrus 64 oder 67 nach Christus das Martyrium erlitt, verdankt die Kirche Kaiser Konstantin.[2] Alt Sankt-Peter war eine klassische fünfschiffige Basilika.

Nach dem Exil der Päpste in Avignon und nach dem Abendländischen Schisma war Alt-Sankt-Peter eine verfallene Kirche. Papst Nikolaus V. beschloss im Jahre 1452, das sie neu errichtet werden sollte. Der Grundstein für den Petersdom wurde 1506 gelegt. Am Bau waren mehrere Päpste, von Julius II. (1503-1513) bis Pius VI. (1775-1799), beteiligt. Eingeweiht wurde die Basilika von Papst Urban VIII. im Jahr 1626. Der Ursprüngliche Entwurf stammt von Bramante (gest. 1514), später folgten auch Raffael, Fra Gioconda, Giuliano da Sangallo, Baldassare Peruzzi, Antonio da Sangallo und vor allem auch Michelangelo. Letzterer übernahm 1547, im Alter von 72 Jahren, die Bauleitung. Unter ihm entstand die Kuppel, die noch vor seinem Tod 1564 fertiggestellt wurde. Weitere Architekten waren Vignola, Ligorio, della Porta, Fontana und Mderno.

Überblick über den Petersdom

Auf den Fassaden des Petersdoms befinden sich 5,7 Meter hohe Statuen von Christus, Johannes dem Täufer und den Aposteln (einzige Ausnahme Petrus).

In der Vorhalle (71 m breit, 13,50 m tief und 20 m hoch) gibt es fünf mit Bronzegittern versehene Eingänge. Außen befinden sich zwei Reiterstandbilder von Karl den Großen und Konstantin.

Im Mittelportal befindet sich oben an der Decke ein Fragmet von der Navicella (Schiff im Seesturm). Dies wurde von der Alten Kirche übernommen.

Das zweiflügelige Bronzetor des Mittelportals, das ebenfalls von der Alten Peterskirche übernommen wurde, ist ein Werk vom Bildhauer Filarete (1433-1445) aus Florenz. Das Tor zeigt Christus und Maria sowie das Martyrium von Petrus und Paulus.

Rechts außen befindet sich die Heilige Pforte, die nur in Heiligen Jahren geöffnet wird, links befindet sich das "Tor des des Todes".

Der innere Bereich ist 186 Meter lang, im Hauptschiff 46 Meter und im Bereich der Kuppel 119 Meter hoch. Die Grundfläche beträgt etwa 15.000 qm. Theoretisch würden etwa 60.000 Menschen Platz finden. In der Kirche befinden sich zahlreiche Dokumente aus fast 2000 Geschichte und Kirchengeschichte.

Wenige Meter vom Mittelportal (Hauptportal) entfernt ist eine rote Prophyrscheib auf dem Fußboden. Das ist die Stelle, wo am Weihnachtstag im Jahre 800 der Frankenkönig Karl der Große von Papst Leo III. gekrönt wurde.

Berühmt ist im rechten Seitenschiff die Pietà von Michelangelo. Diese wurde zwischen 1498 und 1499 vom damals 24-jährigen Künstler als Grabstatue für Kardinal Jean de Bilhères de la Groslaye geschaffen.

In der Nähe der Pietá befindet sich ein Denkmal für Christine von Schweden, die als Königin abdankte und zum katholischen Glauben konvertierte.

Die Anbetungskapelle entstand unter Papst Urban VII.. An der Gestaltung war sowohl Bernine (Tabernakel) als auch Borromini (Bronzegitter) beteiligt.

Im rechten Teil des Querschiffes tagte von 1869 bis 1870 das Erste Vatikanische Konzil mit etwa 650 Bischöfen. Das Zweite Vatikanische Konzil musste bereits in den mittleren Teil übersiedeln, da etwa 3000 Bischöfe beteiligt waren.

Die Kuppel über dem Grab des Hl. Petrus wird von vier fünfeckigen Pfeiler von 24 Meter Durchmesser und 71 Meter Umfang getragen. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 42,34 Meter und ist damit etwas kleiner als die des Pantheos (43,20)

In den Pfeilnischen vorne befinden sich Statuen der Heiligen Veronika mit dem Schweißtuch, Helena mit dem Kreuz Christi, Longinus mit der Lanze und Andres mit dem x-förmigen Kreuz.

In den Loggien darüber werden Reliquien der Passion Christi gezeigt.

Im Kuppelring stehen in lateinischer Sprache die Worte aus dem 16. Kapitel des Matthäus-Evangeliums: "Tu es Petrus..." (Du bist Petrus und auf diesem Fall werde ich meine Kirche bauen und Dir gebe ich die Schlüssel des Himmelreiches.)

Unter der Kuppel befindet sich über dem Petrusgrab der Papstaltar (von Bernini im Alter von 25 Jahren gefertigt) und der 29 Meter hohe Bronzebaldachin.

Die Cathedra Petri in der Apsis ist ebenfalls ein Werk von Bernini im Auftrag von Alexander VII. Der Thron wird von vier Kirchenlehreren gestützt: Von Ambrosius und Augustinus als Vertreter der Lateiner und von Athanasius und von Johannes Chrysostomus als Vertreter von Byzanz.

Gleich darüber befindet sich das Alabasterfenster mit der Taube, das Symbol des Hl. Geistes.

Im linken Seitenschiff befindet sich neben zahlreichen Grabmälern von bekannten Persönlichkeiten beim Andreas-Pfeiler der Eingang zu den vatikanischen Grotten, wo sich zahlreiche Papstgräber befindet, darunter auch das Grab von Johannes Paul II.

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. Peter Christoph Düren: Der Ablass in Lehre und Praxis, Die vollkommenen Ablässe der Katholischen Kirche, Dominus-Verlag 2003, S. 135 (3. erweiterte Auflage; Mit kirchlicher Druckerlaubnis des Bischöflichen Ordinariates Augsburg Nr. 1225 vom 30. März 2000, Prälat Konstantin Kohler, Generalvikar)
  2. Spiegel online: Hans-Jürgen Schlamp, Debatte über Vatikanreliquien.
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