Lesehore

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Die Lesehore ist nach alter Tradition die nächtliche Hore des Stundengebetes, wird aber heute entweder am Vorabend nach der Vesper oder aber am frühen Morgen vor den Laudes gebetet. Nach den gültigen liturgischen Bestimmungen kann sie aber auch zu jeder anderen Tageszeit gebetet werden.

In der Lesehore werden zwei längere Lesungen vorgetragen. Die erste Lesung ist dabei eine biblische, die zweite eine hagiographische oder lehramtliche Lesung. Es gibt im deutschsprachigen Raum zwei Leseordnungen: Lesejahr I (ungerade Jahre) und Lesejahr II (gerade Jahre) entsprechend der Ordnung in der Wochentagsmesse eines Jahres. Das lateinische Brevier hat ein Lesejahr. Die Lesungen der Lesehore folgen dem Prinzip der Bahnlesung, d.h. ein biblisches Buch wird forlaufend, verteilt auf die verschieden Tage, gelesen. Damit wird der Aufforderung des II. Vatikanum entsprochen, den "Tisch des Wortes" reich zu decken.


Liturgie der Lesehore

1. Allgemeine Aspekte:
Das Invitatorium eröffnet die Lesehore, wenn sie die erste Hore des Tages ist. Wird die Lesehore mit den sich anschließenden Laudes verbunden, so folgt unmittelbar nach dem Responsorium der zweiten Lesung (ggf. nach dem Te deum) das Psalterium der Laudes.
An Sonntagen, Hochfesten und Festen folgt dem zweiten Responsorium das Te deum. Die Lesehore kann vor Sonntagen oder Hochfesten zur Vigil erweitert werden (siehe dort).

2. Ablauf:

  • (Invitatorium) oder

"O Gott komm mir zu Hilfe,
Herr, eile mir zu helfen!
Ehre sei..."

  • Psalterium
  • Vers
  • 1. Lesung
  • 1. Responsorium
  • 2. Lesung
  • 2. Responsorium
  • (Te deum)
  • Abschluss



Literatur

Lektionar zum Stundenbuch, Herder Freiburg und Basel

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