Vereinte Herzen Jesu und Mariens

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Vereinte Herzen Jesu und Mariens
Wunderbare Medaille

Die Verehrung der Vereinten Herzen Jesu und Mariens verbinden die zwei Andachtsformen der Herz-Jesu- und Herz-Mariä-Verehrung. Die Verbindung beider findet sich dargestellt in der Prägung der Wunderbaren Medaille. Diese Andacht wird immer aktueller.

Inhaltsverzeichnis

Bedeutung

Die nach der Erscheinung von Paris gefertigte Medaille mit dem Bild der „Mittlerin aller Gnaden“ auf der Vorderseite und dem Bild der durch das Kreuz verbundenen Herzen auf der Rückseite ist der Hinweis auf das rettende Prinzip der göttlichen Liebe. Dieses besagt, dass nicht ohne die geschöpfliche Mitwirkung das Heil des Menschen vollbracht wird (vgl. LK 1, 26-38). Es ist das kurzgefasste christliche Programm, das immer aktueller werden soll. Diese Wirklichkeit wird bildlich in den Vereinten Herzen Jesu und Mariens dargestellt. Das „Zeitalter der Unbefleckten Empfängnis“ beginnt mit einer Offenbarung der beiden Herzen, verbunden durch das Kreuz, dem Zeichen des Sieges!

Päpstlicher Auftrag

Papst Pius XII. schreibt in der Enzyklika Haurietis aquas über die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu: "Damit sich aber aus dem Kult des Heiligsten Herzens Jesu auf die christliche Familie, ja die ganze Menschheit ein reicherer Segen ergieße, mögen die Christgläubigen mit ihr auch die Verehrung des Unbefleckten Herzens der Gottesmutter eng verbinden. Denn da nach dem Willen Gottes bei der Durchführung des Erlösungswerkes der Menschheit die Allerseligste Jungfrau Maria mit Christus derart untrennbar verbunden' war, dass das Heil um aus der innigen Verbindung der Liebe und der Leiden Christi mit der Liebe und den Schmerzen auch der Mutter kam, ist es recht und angebracht, dass, auch das christliche Volk, das ja sein göttliches Leben von Christus durch Maria empfangen hat, nach der gebührenden Andacht zum Heiligsten Herzen Jesu auch dem liebevollen Herzen der Himmlischen Mutter Erweise der Anhänglichkeit, der Liebe, dankbarer und sühnender Gesinnung beigefügt werden. Diesem göttlich weisen und Iiebenswürdigen Ratschluss der heiligen Vorsehung entspricht so recht die denkwürdige Weihe, durch die Wir selbst die Heilige Kirche und die ganze Welt dem Unbefleckten Herzen der Allerseligsten Jungfrau Maria in feierlicher Form zugeeignet haben.

Papst Leo XIII. nennt die Weihe des Menschengeschlechtes an das Heiligste Herz Jesu 1899 "die größte Tat meines Pontifikats". (aus: Kath-info)

Papst Pius XII. nennt die Weltweihe Regina del santissimo rosario an das Unbefleckte Herz Mariens 1942 als seine wichtigste Entscheidung.

Theologische Rechtfertigung

Zwei Willen in Adam und Eva haben sich zum Ungehorsam verbunden und die Schuld über die Menschheit gebracht. Durch zwei Willen, dem Willen Christi und den Willen Mariens sollte auch die Sühne geschehen, um den Menschen das Heil zu bringen. Es sind zwei Herzen, (geistlich gesprochen) mit nur einem Herzschlag.

Die Verbindung der beiden Herzen zeigt das Wesen der göttlichen Erlösungsweise durch Maria in Christus. Der Göttliche Heilsplan zeigt immer auf die Verbindung des Herrn mit Maria im ganzen Erlösungswerk hin. Diese Einheit ist in der Liebe fundiert, im Zusammenwirken, den Willen des Ewigen Vaters zu erfüllen. Die Einheit, ist der höchste Abglanz jener Einheit, die in Vater und Sohn durch den Heiligen Geist besteht. In ihrer Hingabe des Opfers spiegelt sich auf ergreifendste und deutlichste Weise jene Liebe, in der der Vater selbst seinen Sohn für uns opfert. Die Verehrung dieses Geheimnisses wird deshalb auch zum Quellgrund, die Verdienste der Erlösung zum Fließen zu bringen.

Geschichte

  • Jean Eudes (1601-1680) ließ das erste liturgische Fest des Herzens Mariens am 8. Februar 1647 feiern. Ein wenig später, 1672, feierten die Eudistengemeinschaften das erste liturgische Fest des Heiligsten Herzens Jesu. Die Einführung dieses Festes war das Resultat seines ganzen Lebens des Gebets und apostolischen Dienstes. Der heilige Jean Eudes ist der große Schrittmacher der Herz-Jesu- und Herz-Mariä-Verehrung. Er hat beide aufs innigste vereinigt.
  • Die Gottesmutter erscheint am 27. November 1830 in Paris Katharina Labouré in Frankreich und bittet sie die „Wunderbare Medaille“ prägen zu lassen.
Vision Don Boscos von der Kirche
  • Vision Johannes Boscos über die Kirche 1882[1]
  • 16. Dezember 1910 Pius X., Dekret des Heiligen Offiziums, bestimmt: dass das Skapulier durch eine geweihte Medaille ersetzt werden kann. Dessen Träger gewinnen weiterhin alle Ablässe und den Schutz des Skapuliers. Zur Gültigkeit ist jedoch erfordert, dass die Medaille auf der einen Seite ein Bild des Allerheiligsten Herzens Jesu, auf der Kehrseite ein Bild der Mariens trägt. Sie muss von einem Priester geweiht sein. Dieser muss so viele Kreuze darüber zeichnen, als diese Medaille Skapuliere ersetzen soll. Diese Medaille soll man Tag und Nacht auf sich tragen, um deren Gnade jederzeit zu erfahren.
  • Pius XII. Enzyklika Haurietis aquas über die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu vom 15. Mai 1956, Nr. 74.
  • Johannes Evangelist Gehrer (siehe Literatur): In diesem Bericht heißt es: „So ergänzt sich die ,Andacht´zum Herzen unseres Herrn und seiner Unbefleckten Mutter zur Verehrung der Vereinten Herzen Jesu und Mariens, und in ihr soll unserer Zeit ein neuer Gnadenquell aufbrechen, um das „Zeitalter des Heiligen Geistes" (an späterer Stelle: ein marianisches Zeitalter) vorzubereiten. ... Der Herr sagte später zum Menschen - sie hörte 1969 die Worte: ... Er wolle diese Liebe noch einmal der Kirche anbieten, diesmal aber nicht durch das Herz Jesu allein, sondern durch die Vereinten Herzen Jesu und Mariens ...

Ein mögliches Weihegebet

Göttlicher Erlöser, wir bekennen Dich als den Sohn des Ewigen Vaters, den einzigen Mittler zu Gott. Nach dem Wohlgefallen des Vaters hast Du Deine heiligen Mutter mit Deiner Aufgabe vereint, als Mittlerin und Gehilfin im Erlösungswerk. In diesem Geist lebendigen Vertrauens wollen wir uns (unsere Familie, unsere Gemeinschaft) den Vereinten Herzen Jesu und Mariens weihen, um die Einheit in der Liebe zu erlangen. Wir verpflichten uns damit, auch selbst in diesem Geist der Herzen Jesu und Mariens zu leben und mitzuwirken, dass die Bitten des Gebetes, das Du uns selbst gelehrt hast, sich zu erfüllen vermögen: Wir wollen trachten, dass überall, wo wir Einfluss nehmen können, Gottes Name geehrt werde, dass Gottes Reich zu uns komme und alles nach Deinem Göttlichen Willen geschehe. Dann wird Gott auch die Erde segnen mit dem täglichen Brot für alle, Du wirst uns die Schuld vergeben und unsere Herzen zum Frieden neigen. Du wirst uns barmherzig vor neuem Verschulden bewahren und endlich von allem Übel uns erlösen. Himmlischer Vater, wir vertrauen und opfern Dir die Vereinten Herzen Jesu und Mariens, die siegreichen blutenden Wunden Jesu und die Tränen unserer Himmlischen Mutter auf. - Herr, Dein Wille geschehe. Amen.

Literatur

  • P. Johannes Evangelist Gehrer, OFMCap: Die Vereinten Herzen Jesu und Mariens, Ein Bericht nach Darlegungen einer zur Sühne berufenen Seele, Lins Verlag Feldkirch; Kirchliche Druckerlaubnis, Bischöfliches Ordinariat Feldkirch, 17. September 1981).
  • German Rovira: Gesetz, Die Verehrung der Herzen Jesu und Marias , Ich lege mein Gesetz in ihr Inneres und schreib es ihnen ins Herz Christiana Verlag (ISBN 3-7171-0949-9).
  • Ferdinand Holböck, Cor unum, Ein Herz im Herzen Jesu und Mariae, Salzburg 1985.
  • Offenbarungen der göttlichen Liebe, nach den Aufzeichnungen von Maria Graf (Mutter Graf), Hsgr. Josef Künzli: Miriam Verlag 2004 (160 Seiten; 17. Auflage; Mit kirchlicher Druckerlaubnis vom 31. März 1970) ISBN 3-87449-002-5
  • Johann Croiset / (Franz Hattler): Das heiligste Herz Jesu, Ein Betrachtungs- und Gebetbuch, Aus dem Originalwerke in's Deutsche neu übertragen, für den kirchlichen Gebrauch eingerichtet, mit der Lebensgeschichte der gottseligen Margaretha Maria Alacoque, und mit Andachtsübungen zum unbefleckten Herzen Mariä versehen und von einem Priester der Diöcese Augsburg (Franz Hattler). Georg Joseph Manz Verlag Regensburg 1867 (623 Seiten).

Anmerkungen

  1. Vision Don Boschs über die Kirche
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