Geistliche Gemeinschaft

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Die Stände der christlichen Vollkommeneheit

Als Geistliche Gemeinschaft im weitesten Sinne kann jede durch ein besonderes Ziel verbundene spirituelle Gruppierung verstanden werden. In der katholischen Kirche wird der Begriff aber in jüngerer Zeit vor allem für neuere Gemeinschaften und Bewegungen verwendet (Movimenti), in Abgrenzung vom Ordensleben einerseits und den diözesanen Strukturen andererseits (Bistum, Pfarrei, katholische Verbände).

Manche Orden haben zwar ihrerseits auch Laienbewegungen inspiriert, deren Organisation einen geringeren Verpflichtungsgrad aufweist als die traditionellen Dritten Orden (vgl. Terziar). Typisch für die "neue" Geistliche Gemeinschaft ist jedoch, dass ein vertieftes Glaubensleben inmitten der modernen Welt unternommen wird. Die Intensität des Gebetslebens und der apostolischen Arbeit ist regelmäßig größer als bei pfarrlichen und diözesanen Gruppen und Verbänden. Unter der Vielzahl der vom päpstlichen Rat für die Laien anerkannten Gruppen ragen einige wegen großen Zulaufs besonders hervor, insbesondere die Fokolarbewegung, das Neokatechumenat und C.L. (Gemeinschaft und Befreiung).

Literatur

  • Die geistlichen Gemeinschaften der katholischen Kirche. Kompendium, St. Benno Verlag (320 Seiten; ISBN: 9783746219950)
  • Joachim Müller [Hrsg.]: Orte lebendigen Glaubens. Neue geistliche Gemeinschaften in der katholischen Kirche. Kanisius Verlag Freiburg/Schweiz/ Konstanz, Kanisiuswerk Konstanz 1987 (112 Seiten; ISBN 3857642416).
  • Eduard Birrer: Was heisst christlich? Das gemeinschaftsbildende Prinzip der Kirche. Josef Habbel Verlag 1971 (160 Seiten; 1. Auflage).

Weblinks