Berufungspastoral

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Berufungspastoral ist die seelsorgerliche Aktivität (Pastoral) mit dem Ziel, ein allgemeines Berufungsbewusstsein zu wecken (Berufung zum Mensch-Sein), zu ehrenamtlichen Diensten in der Gemeinde zu motivieren (Berufung zum Christ-Sein) und insbesondere bei der Entdeckung der Berufung zu einem Lebensweg als Priester oder im "geweihten Leben" (Vita consecrata) zu helfen. In diesem Sinne steht die Berufungspastoral in Beziehung zu allen anderen Dimensionen der Seelsorge: zur Pastoral der Familie, der Kultur, der Liturgie und der Sakramente, der Katechese und des Glaubensweges im Katechumenat. Vor allem aber wird sie als verbindende Perspektive in der kirchlichen Jugendarbeit gesehen.[1]

Die katholische Kirche und viele Ordensgemeinschaften haben eigens Berufungsbeauftragte benannt und Zentren für Berufungspastoral eingerichtet.

Inhaltsverzeichnis

Förderung von Berufungen als Aufgabe der Gemeinde

"'(Priester)-Berufe zu fördern ist Aufgabe der gesamten christlichen Gemeinde. Sie erfüllt sie vor allem durch ein wirklich christliches Leben.'[2] Alle Gläubigen tragen Verantwortung, dass durch eine immer treuere Nachfolge Jesu Christi der Ruf zum Priestertum positiv angenommen und die Gleichgültigkeit der Umgebung, vor allem in den stark materialistisch geprägten Gesellschaften, überwunden wird."[3]

Zeitschrift Wegbereiter

Ab April 1953 gab der Salvatorianerpater Paschalis Schmid unter dem Titel Priestersamstag eine Quartalsschrift zur Förderung der Berufungspastoral heraus, die sich an junge Menschen auf der Suche nach ihrer geistlichen Berufung wie an die Mitglieder des Päpstlichen Werkes für geistliche Berufe richtete. 1957 erreichte die Zeitschrift eine Auflage von 93.000 Exemplaren. Im Jahr 1967 wurde die weiterhin vom Salvatorianerorden getragene praxisorientierte Zeitschrift in Wegbereiter umbenannt. Der Rückgang der Zielgruppe und die Einstellung der finanziellen Förderung durch die deutschen Diözesen führte Ende 2012 zur Einstellung der Zeitschrift im 59. Jahrgang. Der vollständige Titel lautete zuletzt: Wegbereiter – Magazin für Berufe der Kirche. Religiöse Vierteljahresschrift zur Weckung und Förderung kirchlicher Berufe, begründet von P. Paschalis Schmid SDS, dem Initiator des monatlichen Gebetstages für geistliche Berufe.[4]

Texte

Literatur

  • Barbara Albrecht: Berufen zum Zeugnis. Ordensleben und Berufungspastoral in der Sicht Papst Johannes Pauls II. Patris-Verlag, Vallendar 1988, ISBN 3-87620-136-5.
  • Herbert Alphonso: Die persönliche Berufung. Tiefgreifende Umwandlung durch die geistlichen Übungen. Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2002, 5. Auflage, ISBN 3-87868-469-X.
  • Ulrich Feeser-Lichterfeld: Berufung. Eine praktisch-theologische Studie zur Revitalisierung einer pastoralen Grunddimension. Lit, Münster 2005, ISBN 3-8258-8526-7.

→ Päpstliche Aussagen zur Berufung finden sich in den Artikeln Päpstliches Werk für geistliche Berufe; Welttag für geistliche Berufungen, Pastorale Leitlinien zur Förderung der Berufungen zum Priesteramt, Weltgebetstag zur Heiligung der Priester, Hinweise zur Förderung der Praxis der eucharistischen Anbetung zugunsten des Klerus und der Priesterberufe, Adoration for Vocations, Jünger.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Päpstliches Werk für geistliche Berufe: Schlussdokument In verbo tuo des Europäischen Kongresses im Mai 1997 über die Berufungen zum Priestertum und Ordensleben in Europa, Nr. 26.
  2. II. Vat. Konzil, Dekr. Optatam totius, 2.
  3. Interdikasteriale Instruktion Ecclesiae de mysterio vom 16. August 1997, Ecclesiae de mysterio, Nr. 3.
  4. Leonhard Berchtold SDS: Der selbstlose Dienst der Salvatorianer. Ein persönliches Wort vom Provinzial der Salvatorianer in Deutschland zur Beendigung des Wegbereiters. Wegbereiter, Heft 4/2012, S. 2–3.

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