Novene zu Pfingsten

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Die '''Novene zu Pfingsten''' ('''Pfingstnovene''') ist eine neuntägige Gebetszeit ("[[Novene]]") zwischen [[Christi Himmelfahrt]] und [[Pfingsten]].
  
Die '''Novene zu Pfingsten''' ist eine neuntägige Andacht. Sie ahmt das Bitten Mariens, der Zwölf Apostel und der Frauen nach, welche im Abendmahlssaal nach [[Christi Himmelfahrt]] (Apg 12-14) geblieben sind, um auf die Herabkunft des Heiligen Geistes zu warten.
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Nach der Darstellung der [[Apostelgeschichte]] ({{BB|Apg|2|1–14}}) blieben die [[Apostel]] und die Jünger Jesu mit [[Maria von Nazareth|Maria]] nach der [[Christi Himmelfahrt|Himmelfahrt Jesu]] im Abendmahlssaal in [[Jerusalem]] zurückgezogen im Gebet beisammen, bis am [[Pfingsten|Pfingsttag]] der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] über sie kam. Nach diesem Vorbild gehört die Pfingstnovene seit der [[Barock]]zeit, zunächst als [[Pia exercitia|''fromme Übung'']], zum [[Volksfrömmigkeit|Brauchtum]] der Kirche. Papst [[Leo XIII.]] ordnete auf Anregung der italienischen Ordensfrau [[Helena Guerra]] am 9. Mai 1897 in seiner [[Enzyklika]] ''[[Divinum illud munus]]'' an, dass in allen Pfarrkirchen und geeigneten anderen Kirchen und Kapellen eine neuntägige Andacht gehalten werden solle.  
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Seit der vom [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzil]] initiierten [[Grundordnung des Kirchenjahres]] (1969) wurde die Pfingstnovene aufgewertet und ist Teil der offiziellen [[Liturgie]]; seitdem gibt es für die Werktage zwischen [[Christi Himmelfahrt]] und Pfingsten [[Proprium|eigene Texte]] für die [[Heilige Messe|heilige Messe]] und das [[Stundengebet]].<ref>[[Adolf Adam]]: Arft. ''Pfingstnovene'' in: [[Lexikon für Theologie und Kirche]], 3. Aufl., Bd. 8, Sp.190.</ref><ref>''Grundordnung des Kirchenjahres und des Neuen Römischen Generalkalenders'' 1. Kap., Abschn. 26: „Die Wochentage nach Christi Himmelfahrt bis zum Samstag vor Pfingsten einschließlich bereiten auf die Herabkunft des Heiligen Geistes vor.“</ref> In der [[Römischer Ritus#Forma extraordinaria - außerordentliche Form des Römischen Ritus|außerordentlichen Form des Römischen Ritus]] wird die Aufwertung der Pfingstnovene liturgisch nicht mitvollzogen, sondern die Novene wird allenfalls als ''fromme Übung'' begangen.
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'''A''' In deiner Kraft haben die Apostel, Märtyrer und Bekenner / den Mut zum Zeugnis für Christus aufgebracht.
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Die [[Novene]] stammt aus dem deutschsprachigen [[Gotteslob]]  des diözesanen Teils der [[Bistum Rottenburg-Stuttgart|Diözese Rottenburg-Stuttgart]] Nr. 942.
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Das Gebet um die [[Gaben des Heiligen Geistes]] stammt aus dem diözesanen Teil der [[Bistum Rottenburg-Stuttgart|Diözese Rottenburg-Stuttgart]]im [[Gotteslob]] (1975),  Nr. 942. Andernorts wird die Pfingstnovene mit dem [[Hymnus]] ''[[Veni creator Spiritus]]'' oder ''[[Veni Sancte Spiritus]]'' gehalten. In manchen Vorschlägen werden täglich wechselnde Texte angeboten.
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Weitere Gebetstexte: [[Heilig-Geist-Novene]].
  
 
== Weblinks ==
 
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*[http://kathnews.de/cms/cms/front_content.php?idcat=4&idart=262 Die Apostelnovene als Schule des rechten Bauens an der Kirche] [[Kathnews]] am 12. Mai 2010 von [[Michael Gurtner]]
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*[http://kathnews.de/cms/cms/front_content.php?idcat=4&idart=262 Die Apostelnovene als Schule des rechten Bauens an der Kirche] [[Kathnews]] am 12. Mai 2010 von Michael Gurtner
 
*[http://www.kath.net/detail.php?id=31696 Pfingstnovene mit dem Jugendkatechismus 2011] [[Kath.net]] am 3. Juni 2011
 
*[http://www.kath.net/detail.php?id=31696 Pfingstnovene mit dem Jugendkatechismus 2011] [[Kath.net]] am 3. Juni 2011
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* Pfingstnovene „Eine neue Etappe der Evangelisierung“ [[WeG Verlag]] ([http://www.weg-verlag.ch/index.php?id=325 ])
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== Anmerkungen ==
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[[Kategorie:Novenen]]
 
[[Kategorie:Novenen]]
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[[Kategorie:Heiliger Geist]]

Aktuelle Version vom 20. Mai 2019, 09:27 Uhr

Die Ausgießung des heiligen Geistes (Hans Multscher, 1437)

Die Novene zu Pfingsten (Pfingstnovene) ist eine neuntägige Gebetszeit ("Novene") zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten.

Nach der Darstellung der Apostelgeschichte (2,1–14 EU) blieben die Apostel und die Jünger Jesu mit Maria nach der Himmelfahrt Jesu im Abendmahlssaal in Jerusalem zurückgezogen im Gebet beisammen, bis am Pfingsttag der Heilige Geist über sie kam. Nach diesem Vorbild gehört die Pfingstnovene seit der Barockzeit, zunächst als fromme Übung, zum Brauchtum der Kirche. Papst Leo XIII. ordnete auf Anregung der italienischen Ordensfrau Helena Guerra am 9. Mai 1897 in seiner Enzyklika Divinum illud munus an, dass in allen Pfarrkirchen und geeigneten anderen Kirchen und Kapellen eine neuntägige Andacht gehalten werden solle.

Seit der vom Zweiten Vatikanischen Konzil initiierten Grundordnung des Kirchenjahres (1969) wurde die Pfingstnovene aufgewertet und ist Teil der offiziellen Liturgie; seitdem gibt es für die Werktage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten eigene Texte für die heilige Messe und das Stundengebet.[1][2] In der außerordentlichen Form des Römischen Ritus wird die Aufwertung der Pfingstnovene liturgisch nicht mitvollzogen, sondern die Novene wird allenfalls als fromme Übung begangen.

[Bearbeiten] Textvorschläge für ein Gebet in der Pfingstnovene

P Komm, Heiliger Geist, du Geist der Weisheit:
A Dein Feuer prüft alle Weisheit dieser Welt. / Dein Sturm stürzt, was mächtig, / und erhebt, was niedrig ist.

P Komm, Heiliger Geist, du Geist der Einsicht:
A Nur in dir erfassen wir die göttlichen Geheimnisse, / Nur durch dich erkennen wir den Weg, / auf den wir gerufen sind.

P Komm, Heiliger Geist, du Geist des Rates:
A Du vertreibst Zweifel und Unsicherheit. / In dir wird uns der Wille des Herrn offenbar.

P Komm, Heiliger Geist, du Geist der Stärke:
A In deiner Kraft haben die Apostel, Märtyrer und Bekenner / den Mut zum Zeugnis für Christus aufgebracht.

P Komm, Heiliger Geist, du Geist der Erkenntnis:
A In der Schöpfung erkennen wir deine Macht, / in der Offenbarung deine Weisheit, / in der Erlösung Deine Liebe.

P Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Frömmigkeit: A In Dir haben wir den Geist empfangen, der uns zu Söhnen macht, / und dürfen voll Freude rufen: / Abba, lieber Vater!

P Komm, Heiliger Geist, du Geist der Gottesfurcht:
A Du allein machst uns fähig, / die menschliche Sünde und die göttliche Heiligkeit zu erkennen.

P Allmächtiger Gott Vater unseres Herrn Jesus Christus, eine Kirche lebt im Heiligen Geist, den du ihr gesandt hast. Wir bitten dich: Erfülle alle Christen immer mehr mit seiner Kraft und lass sie eins werden. Gib ihnen den Geist der Weisheit und Einsicht, des Rates, der Stärke und Erkenntnis, den Geist der Frömmigkeit und Gottesfurcht. Durch Christus, unsern Herrn.
A Amen.

Das Gebet um die Gaben des Heiligen Geistes stammt aus dem diözesanen Teil der Diözese Rottenburg-Stuttgartim Gotteslob (1975), Nr. 942. Andernorts wird die Pfingstnovene mit dem Hymnus Veni creator Spiritus oder Veni Sancte Spiritus gehalten. In manchen Vorschlägen werden täglich wechselnde Texte angeboten.

Weitere Gebetstexte: Heilig-Geist-Novene.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Adolf Adam: Arft. Pfingstnovene in: Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Aufl., Bd. 8, Sp.190.
  2. Grundordnung des Kirchenjahres und des Neuen Römischen Generalkalenders 1. Kap., Abschn. 26: „Die Wochentage nach Christi Himmelfahrt bis zum Samstag vor Pfingsten einschließlich bereiten auf die Herabkunft des Heiligen Geistes vor.“
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